Zwei Kinder in Anoraks sitzen an Büchertisch

Kinderschutzbund feiert 65-jähriges Jubiläum

Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) feiert 65. Geburtstag. Die älteste und größte deutsche Kinderschutzorganisation wurde am 16.11.1953 in Hamburg gegründet. Ihr Ziel im Jubiläumsjahr: Die Kinderrechte sollen in vollem Umfang ins Grundgesetz aufgenommen werden.   [mehr]

(Sonntag, 20.01.19 - 08:32 Uhr    -    97 mal angesehen)

Vesperkirche in der Nikolaikirche

Vesperkirche startet am 13. Januar

Für viele Menschen in Reutlingen ist sie eine Zuflucht in der wohl kältesten Zeit im Jahr: Am 13. Januar startet zum 22. Mal die Reutlinger Vesperkirche in der Nikolaikirche. Ab da bekommen bedürftige Menschen wieder vier Wochen lang nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern auch anderweitige Hilfe sowie kulturelle Angebote.   [mehr]

(Freitag, 11.01.19 - 16:45 Uhr    -    411 mal angesehen)

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Rettungsschiff von Sea-Eye

Seenotretter sitzen mit Flüchtlingen auf Mittelmeer fest - Lage an Bord zunehmend Kritisch

Wegen der weiter andauernden Blockade zweier Rettungsschiffe mit schiffbrüchigen Flüchtlingen verschlechtern sich die Zustände an Bord zunehmend. Ein Versorgungstransport ist noch nicht eingetroffen. Die Schiffe der Organisationen Sea-Eye und Sea-Watch hängen auf dem Mittelmeer bei Malta fest und dürfen nicht anlegen. Sea-Eye spricht von "europäischer Geiselhaft", weil sich die Länder uneins über die Verteilung der geretteten Flüchtlinge sind.   [mehr]

(Dienstag, 08.01.19 - 07:52 Uhr    -    740 mal angesehen)

Überschwemmung in Braunsbach

DRK-Präsidentin Hasselfeldt fordert besseren Katastrophenschutz

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, fordert einen besseren Schutz der Bevölkerung im Katastrophenfall: "Beim nationalen Krisenmanagement haben wir erhebliche Defizite."   [mehr]

(Freitag, 28.12.18 - 08:27 Uhr    -    469 mal angesehen)

Weihnachtsgeschenk

Kinderwünsche erfüllen

Wer etwas Gutes tun möchte, hat unter anderem in Rottenburg die Möglichkeit, Kinder-Wünsche zu erfüllen.   [mehr]

(Sonntag, 02.12.18 - 16:48 Uhr    -    667 mal angesehen)

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Reutlingen

Vesperkirche startet am 13. Januar

Für viele Menschen in Reutlingen ist sie eine Zuflucht in der wohl kältesten Zeit im Jahr: Am 13. Januar startet zum 22. Mal die Reutlinger Vesperkirche in der Nikolaikirche. Ab da bekommen bedürftige Menschen wieder vier Wochen lang nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern auch anderweitige Hilfe sowie kulturelle Angebote.

Im Jahr 2018 war – die vorher schon günstige Mahlzeit – zum ersten mal komplett kostenlos. Die Menschen mussten nicht anstehen, um sich eine 1-Euro-Essensmarke zu kaufen, sondern wurden direkt am Tisch bedient. Hier standen Spendenkassen bereit, so dass jeder wirklich das geben konnte, was ihm möglich war.

Laut Pfarrer Jörg Mutschler kämen wirklich Leute, "die unten sind, am Boden sind, die nicht wissen, wie der nächste Tag verläuft, die nicht wissen, wo sie Essen her kriegen – das ist schon lange ein Problem." Alles, was man zum Leben brauche, sei für diese Leute nicht mehr greifbar. Und dann seien sie froh, wenn sie im Januar und Februar einen Monat lang wenigstens die Sorge ums tägliche Essen los seien.

Die Vesperkirche will ein Zeichen der Solidarität setzen und lädt explizit jeden ein, in den vier Wochen einmal vorbeizukommen, um sich selbst ein Bild zu machen. Die Schande, dass es eine Vesperkirche brauche, dürfe in einem Land wie der reichen Bundesrepublik nicht einfach so hingenommen werden. Luat Mutschler brauche es dringend politische Aktivität.

Besonders traurig sei auch die Entwicklung der Kinderarmut, betonen die Beteiligten. Mittlerweile lebe jedes fünfte Kind in Deutschland in Armut, beschreibt Mutschler: "Offensichtlich ist Armut erblich. Das heißt: Menschen, die in die Armut hineingeboren werden, haben alle Chancen, auch darinnen zu bleiben. Sie sind verdammt, ein Leben in Armut zu führen, weil sie die Wege nach oben einfach versperrt finden."

Um den Bedürftigen auch geistige Nahrung zu geben, werden in den vier Wochen zusätzlich verschiedene kulturelle Aktivitäten geboten – vom Filmabend bis hin zum Jazzkränzchen. Aber auch andere Angebote stellt die Vesperkirche zur Verfügung. "Wir haben über die Mittagszeit in der Regel einen Arzt da, wenn jemand irgendwelche Beschwerden hat, Sozialberater der Diakonie kommen mindestens einmal die Woche", erklärt Günther Klinger, Geschäftsführer des Reutlinger Diakonieverbands. Außerdem gebe es ein Massageangebot. "Und das spannenste ist immer der Friseur. Leute, die sich sonst den Friseur immer schenken oder nicht so wahrnehmen, die haben die Möglichkeit, kostenlos ihre Haare schneiden zu lassen."

Die Kosten, die die Vesperkirche jedes Jahr zu stemmen hat, betragen um die 90.000 Euro. Hauptsächlich wird diese Summe durch Spenden finanziert. Nicht zuletzt deswegen sind auch wieder viele Solidar-Esser erwünscht, die in die Vesperkirche kommen und eine Mahlzeit voll bezahlen. Aber auch außerhalb sind Spenden natürlich jederzeit willkommen.

www.reutlinger-vesperkirche.de

(Freitag, 11.01.19 - 16:45 Uhr   -   411 mal angesehen)
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