THW-Helfer vor dem Abflug

THW-Helfer unterstützen nach Explosion im Libanon

Nach den schweren Explosionen in der libanesischen Hauptstadt Beirut hat das Technische Hilfswerk im Auftrag der Bundesregierung erste Kräfte entsendet.   [mehr]

(Donnerstag, 06.08.20 - 06:10 Uhr    -    267 mal angesehen)

Slum Armut Hunger

Eine Milliarde Menschen laut Studie wegen Corona von Hunger bedroht

Eine Studie der Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger warnt vor dramatischen Folgen der Corona-Pandemie: Bis zu einer Milliarde Menschen seien von einer Hungerkatastrophe bedroht, wenn die internationale Gemeinschaft nicht umgehend handelt.   [mehr]

(Mittwoch, 08.07.20 - 16:08 Uhr    -    801 mal angesehen)

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Kundgebung Flüchtlinge

Rettungsschiff der evangelischen Kirche soll im August erstmals auslaufen

Das Rettungsschiff der evangelischen Kirche, die "Seawatch 4", soll "vermutlich im August auslaufen". Das kündigte der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm an.   [mehr]

(Dienstag, 07.07.20 - 08:39 Uhr    -    951 mal angesehen)

Spielgerät für Kinder Foto: pixelio.de - FotoHiero

Eine Million Familien haben nichts vom Kindergeld

Etwa eine Million einkommensschwache Familien haben praktisch nichts vom Kindergeld, weil diese Leistung nach geltender Rechtslage in voller Höhe den Anspruch auf Grundsicherung sowie Sozialgeld mindert.   [mehr]

(Montag, 06.07.20 - 09:29 Uhr    -    1390 mal angesehen)

Stop

Abkehr von Genitalverstümmelung und Frühverheiratung - UN zeigt Wege auf

Der neue UN-Weltbevölkerungsbericht 2020 zeigt, dass es möglich ist, Frühverheiratungen und weibliche Genitalverstümmelung innerhalb von zehn Jahren zu beenden. Er zeigt auch auf, wie das gehen kann.   [mehr]

(Dienstag, 30.06.20 - 07:09 Uhr    -    999 mal angesehen)

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Appell

Eine Milliarde Menschen laut Studie wegen Corona von Hunger bedroht

Eine Studie der Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger warnt vor dramatischen Folgen der Corona-Pandemie: Bis zu einer Milliarde Menschen seien von einer Hungerkatastrophe bedroht, wenn die internationale Gemeinschaft nicht umgehend handelt.

Slum Armut Hunger

Im Globalen Süden trifft die Pandemie auf Länder, die bereits durch Kriege, Konflikte und Folgen des Klimawandels gezeichnet sind. Aktion gegen den Hunger fordert von allen relevanten Akteuren, das Ausmaß der Krise anzuerkennen und verbindliche finanzielle Zusagen zu machen, um eine globale Hungerkrise zu verhindern.

COVID-19 ist eine globale Krise mit weitreichenden sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Sie verschärft bereits existierende Ernährungsunsicherheiten. Das Welternährungsprogramm (WFP) schätzt, dass sich die Zahl der Hungernden durch die Pandemie um 135 Millionen Menschen erhöhen wird. Zusätzlich zu den bereits 821 Millionen Menschen, die laut FAO seit 2019 hungern. "In vielen Ländern, in denen Aktion gegen den Hunger arbeitet, verschlechtert sich die Situation dramatisch. Wir befürchten, dass schon bald die unvorstellbare Zahl von einer Milliarde hungernden Menschen erreicht wird", warnt Jan Sebastian Friedrich-Rust, Geschäftsführer von Aktion gegen den Hunger.

Die weltweiten Maßnahmen, um die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen, waren notwendig, hatten aber auch zur Folge, dass der Zugang zu Nahrung massiv beeinträchtigt wurde: Menschen konnten nicht mehr arbeiten und Geld verdienen, um sich Nahrung zu kaufen. Lebensmittellieferketten wurden unterbrochen, dadurch wurde die Versorgung mit Nahrungsmitteln extrem eingeschränkt. In der Folge sind die Preise für Nahrungsmittel massiv gestiegen.

Besorgniserregend ist die Situation in West- und Zentralafrika: Bereits vor Ausbruch der Pandemie war die Ernährungssituation von 19 Millionen Menschen aufgrund von Kriegen und strukturellen Problemen gefährdet. Die Auswirkungen von COVID-19 auf bereits überlastete Gesundheitssysteme, Sozialsysteme und prekäre Lebensumstände könnten dazu führen, dass noch mehr Menschen an Hunger leiden: Schätzungen zufolge könnte die Anzahl in der Region auf rund 50 Millionen Menschen ansteigen.

"Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Länder ihre Gesundheits- und Sozialinfrastruktur stärken und ihr derzeitiges Landwirtschaftsmodell und ihre Ernährungssysteme überdenken. Es ist entscheidend, nachhaltige Praktiken wie die Agrarökologie umzusetzen und die lokalen Bauern und Märkte zu unterstützen, um zugängliche, erschwingliche und gesunde Lebensmittel für alle zu gewährleisten. Die Anwendung dieser Modelle, die Erhaltung der biologischen Vielfalt und gut funktionierende Ökosysteme sind die unabdingbare Voraussetzung, um künftige Krisen zu verhindern", erklärt Friedrich-Rust.

In dem heute vorgestellten Bericht "The seeds of a future pandemic?" hat Aktion gegen den Hunger sieben Sofortmaßnahmen identifiziert, um zu verhindern, dass der Hunger in der Welt ansteigt. Sie zielen darauf ab, auf die aktuelle Pandemie zu reagieren und nachhaltige Lösungen für derzeitige und zukünftige Krisen zu entwickeln. Die Regierungen müssen demnach feste Verpflichtungen eingehen, um diese beispiellose Herausforderung gemeinsam anzugehen: Alle Beschränkungen für humanitäre Hilfe müssten aufgehoben werden, der Zugang zur Grundversorgung und zur Ernährungssicherheit für alle muss gewährleistet werden und widerstandsfähigere Gesundheits- und Ernährungssysteme müssen langfristig aufgebaut werden, um Krisen zu verhindern.

Begleitet wird die Studie von einer Kampagne in mehreren europäischen Ländern, die auf die aktuelle Hungersituation aufmerksam macht. Unter dem Motto #HungerPandemic werden dabei Bilder verwendet, die nicht unmittelbar mit der humanitären Arbeit der Hilfsorganisation vor Ort zu tun haben, sondern mit der Lebenswirklichkeit der letzten Monate hier in Europa: Leere Regale und der - gefühlte - Mangel an Seife, Klopapier und Lebensmitteln. Für mehr als 821 Millionen Menschen aber ist dies tagtägliche Realität. Die Kampagne wurde pro Bono von der Kreativagentur DDB Frankreich konzipiert.

(Mittwoch, 08.07.20 - 16:08 Uhr   -   801 mal angesehen)
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